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- Das wird ein Spaß sein!

Oktober 6, 2009

- Child In Time wird die Leute begeistern. Das ist wahrhaftig etwas Besonderes von dem ich ein Teil bin.

Thomas Temple ist einer von zwei jungen Gitarristen die mit Jon Lord für die Aufführung des Concertos for Group and Orchestra am Montag in Edinburgh spielen.

Zusammen mit sechs anderen Studenten des Edinburgher Stevenson Colleges – und dem Orchester der Royal Scottish Academy of Music and Drama (RSAMD) – ist Thomas Temple dabei sich auf die musikalische Erfahrung eines Lebens vorzubereiten.

In diesem Interview sprechen Thomas Temple, Gitarrist Grant Kilpatrick und Saxophonspieler Christopher Hartles, alle 19, über ihre Erfahrungen und Erwartungen als junge Musikstudenten die dabei sind ein Konzert mit Jon Lord zu geben.

Das erste Treffen
- Das erste Mal als wir Jon Lord trafen waren wir alle wirklich nervös. Wir spielten bei einem formellen Abendessen und wir fragten uns was er über uns denken könnte und was für eine Art von Typ er war, sagt Thomas Temple.

- Wir spielten ein 11minütiges Medley von Band-Stücken aus dem Concerto, eingeschlossen den Hauptteil aus dem 1. Movement und die bluesigen Vokalteile aus dem 2. Wir hatten einige kleine Verbindungen dazwischen geschrieben um alles zusammen passen zu lassen.

- Danach als wir ihn trafen wussten wir sofort dass er ein großartiger Typ war. Irgendetwas an ihm und um ihn herum war wirklich cool. Er sagte dass er uns als Spieler und als eine Band mochte und dass er sich darauf freuen würde näher mit uns zusammen zu arbeiten. Was für eine Ehre!

- Das war im Juni 2008 und über die nächsten Monate kam er nach Edinburgh herauf um mit uns in der Band zu proben. Das war als er wirklich aus sich herausging und wir ihn besser kennen lernten. Jon Lord ist ein absoluter Gentleman und sehr höflich. Er hat Zeit für jeden und möchte niemanden enttäuschen. Absolut bescheiden auf jede Art, sagt Thomas Temple.

Zu viele Gitarren?
Die siebenköpfige Band aus Saxophon, Keyboards, Bass, Schlagzeug, Gesang und zwei Gitarren bietet neue Wege, das Concerto zu sehen.

- Die große Sache für uns beide Grant Kilpatrick und mich war die Sorge dass Jon sich umdrehen würde und sagen ‚zwei Gitarristen? Ich weiß nicht Jungs.’ Aber er war 100% großartig darüber und genoss wirklich was wir tun.

- Die Leute sagen uns dass wir großartige Gitarristen sind aber keiner von uns hat je zuvor darüber nachgedacht eine Kadenz zu machen. [Das Solostück aus dem 1. Movement des Concertos. Ed.] Es ist eine wirklich harte Sache, völlig alleine vor einer Riesenmenge von Leuten zu spielen ohne es zu verhunzen.

Grant Kilpatrick stimmt zu dass dies eine der größten Lernkurven des gesamten Projektes war.

- Wir mussten wirklich Geschmack und Musikalität balancieren ohne es in die Länge zu ziehen.

- Wir alle kennen die legendäre Geschichte von Ritchie wie er das 7minütige Gitarrensolo 1969 gespielt hat, merkt Thomas Temple an.

- Yeah, und das Letzte was wir wollen wäre, das Publikum zu langweilen indem wir das verdoppeln, lacht Grant Kilpatrick.

- Also was wir gemacht haben ist, dass wir beide separat für eine Weile spielen und am Ende zusammenkommen für einen netten harmonisierten Part. Wir versuchten wirklich es zu strukturieren. Weil wir niemals zuvor etwas wie eine Kadenz gemacht hatten, half uns unser Gitarrentutor am College, Robin Robertson, es zusammenzusetzen, daher ist es nicht so improvisiert.

- Wir hören mit derselben Note auf, auf der das Orchester seinen nächsten Part beginnt. Ich denke es ist ein D. Habe ich recht, Thomas?

- Ja, das Orchester kann einsetzen wenn wir unsere letzte Note klingen lassen. Tatsächlich haben wir darüber gescherzt; ’wenn alles schief geht, entscheide dich für D’, lacht er.

Big Band Concerto
Montag wird ebenso das erste Mal bedeuten dass Jon Lords Concerto for Group and Orchestra mit einem Saxophonspieler aufgeführt wurde. Christopher Hartles erklärt wie er und der Extra-Keyboardspieler einen Big Band Sound zu der Band hinzufügen.

- Frazier Mitchell, der der zweite Keys Spieler ist, verwendet eine Menge Fender Rhodes Klänge, und mit mir am Sax der eine Menge Key Melodien doppelt und ebenfalls ein paar neue Harmonien hinzufügt, ist das ziemlich nett, da es der Band eine Menge Klang verleiht.

- Ich würde sagen 70% meiner Parts werden mit den Gitarren und Keys gedoppelt, und der Rest sind Harmonien, erklärt Christopher Hartles.

- In Child In Time habe ich eine Menge mehr Freiheit während des aahh Teiles. Ich verwende die Akkordtöne um mit der Stimme anzusteigen, also versuche ich genau so sehr  zu heulen wie die Stimme am Ende! Es schafft einen großartigen Effekt.

- Dies sind wahrscheinlich die besten Momente für das Sax und tatsächlich, als wir es kürzlich gespielt haben, war das ein extrem besonderer Moment. Ich denke wir alle fühlten ein Prickeln…

Die Erwähnung von Child In Time erinnert Grant Kilpatrick an den Sänger der Band, Grant Barclay:

- Das erste Mal als wir Child In Time mit Jon Lord gespielt haben, war er wirklich beeindruckt. Unser Sänger Grant kann jede Note darin treffen. Und als wir es zum ersten Mal mit dem Orchester gespielt haben, drehte sich jeder um wie ‚was geht da vor sich? Was zur Hölle tut er?’ erinnert sich Grant Kilpatrick.

Entspannte Proben
Die ersten Proben mit Jon Lord im letzten Jahr begannen mit einem guten Start.

- Das erste Mal als er in den Raum kamen hatten wir gerade einen kleinen Groove am Laufen, und er saß einfach an die Tasten und spielte mit. Es war wie, ‚wow! Wir jammen mit Jon Lord.’ Es war eine bizarre Erfahrung auf eine großartige Weise, erinnert sich Thomas Temple.

- Während der Proben hat er jedermanns Aufmerksamkeit zu 100 %, und er scheint wirklich mit uns zufrieden zu sein. Er sagte wir wären ‚eine erstaunliche Band’ und er sagte sogar ‚ich möchte in EURER Band sein, nicht dass ihr in meiner seid.’

- Er kommt richtig hinein und spielt mit. Danach gibt er uns Tipps zu kleinen Dingen – ‚die Dynamik sollte ruhiger sein’ – oder lauter, oder ‚das da sollte ein Bb sein’ – Vorschläge hier und da für unterschiedliche Parts und wie sie gespielt werden sollten. Solche Sachen. Aber die Freiheit die er uns gibt ist wirklich cool. Er ist sehr frei mit Dingen wie Soloabteilungen, wer wo spielt und wie wir unseren eigenen Sound dazu bringen zum Stück zu passen.

- Jon ist sehr klar mit Anweisungen bezüglich Einsätzen und gewissen Passagen der Musik, sagt Grant Kilpatrick.

- Ich mag wirklich die Art wie er sein Argument rüberbringt – nicht nur mit musikalischer Theorie sondern ebenso mit den grundsätzlichen Elementen von Gefühl innerhalb der Musik. Er wird sagen ‚das braucht ein Shuffle-Gefühl’… Es ist nett und einfach damit zu arbeiten.

Grant Kilpatrick ist besonders begeistert von Jon Lords Herangehensweise an Proben.

- Er arbeitet in einem sehr entspannten Tempo. Es ist eine nette Atmosphäre um darin zu arbeiten.

- Das war zuerst eine Überraschung weil man diese Vorstellung hat dass Jon Lord, da er ein sehr erfahrener Musiker ist, sehr viel mehr angestrengt sein wird als die Lehrer die man am College bekommt. Aber er war das Gegenteil. Vollkommen entspannt und sehr, sehr inspirierend. Sogar wenn man einfach nur dasitzt und mit ihm redet fühlt man dass er eine Menge Weisheit hat.

Christopher Hartles:

- Und er ist so bescheiden. Er kam nicht herein und sagte ‚Ich bin die Hauptperson’ oder was auch immer. Den Erfolg zu haben den er hatte und es uns einfach zu überlassen den Sound anzuführen war für mich sehr inspirierend.

Mit Jon Lord in den Pub gehen
- Zwischen den Proben mit Jon Lord haben wir selber wirklich hart gearbeitet. Dann, alle paar Monate, sollte er für einen Tag oder so was heraufkommen, was großartig war. Es machte es frisch nachdem wir so lange geprobt hatten – wie eine Brise frischer Luft und alles hob sich, erklärt Grant Kilpatrick.

- Als er heraufkam um mit uns zu proben, bekamen wir immer etwas Presse mit den Zeitungen und etwas TV, etc, sagt Thomas Temple.

- Aber manchmal kann man sagen dass Jon einfach dasitzen und Musik spielen will und nicht über Interview und Photos nachdenken will. Er machte uns fühlen als ob es der Höhepunkt seines Tages wäre, mit uns zu proben und uns etwas besser kennen zu lernen. Das macht dass wir uns geehrt fühlen.

- Eine Nacht nach einer langen Probe drehte er sich um und sagte zu uns ‚Lust darauf, in den Pub zu gehen?’ Also endeten wir einfach damit dass wir um einen kleinen Tisch im örtlichen Pub saßen, ein Pint tranken und mit ihm quatschten. Was für eine coole Erfahrung das war!

- Er kaufte uns allen Getränke und wir quatschten ein paar Stunden über alle Arten von Dingen; Musik, Spielen, ins Ausland Gehen, Touren. Ebenso wie über die Musik-Seite der Dinge sprachen wir über Fernsehen, seine Familie, andere Erfahrungen von ihm, Komödie. Er mochte es auch uns zuzuhören wie wir über unsere Sicht der Dinge sprachen und über uns generell.

- Tatsächlich denke ich, Jon könnte ein Buch schreiben einfach nur über seine Erfahrungen on the road, mit anderen Musikern und kleine Geschichten darüber, über mehr als 30 Jahre in so einer einflussreichen Band zu sein. Es wäre so interessant.

- Dieser Abend im Pub machte uns wirklich sehr aufgeregt, und für Tage danach konnten wir nicht aufhören darüber zu reden was für ein großartiger Typ er ist. Ebenso kleine Dinge, wie er sitzt am Piano und zieht großartige Blues Melodien hervor… Wir alle drehen uns nur um, sehen uns an wie ‚wow’.

- Andere kleine Dinge – wie er erzählt uns einfach Geschichten darüber wie er das Concerto in verschiedenen Ländern gespielt hat und seine Zeit in Deep Purple – geben uns das Gefühl als ob er mehr ein Freund ist als jemand mit dem wir nur spielen. Er ist so ein superfreundlicher Typ, sagt Thomas Temple.

Orchestral werden
Mit einem vollen Orchester und einem Dirigenten zu arbeiten ist ebenfalls eine neue Erfahrung für die Musikstudenten.

- Die Orchesterproben sind wirklich aufregend und eine komplett neue Lernkurve für uns alle in der Band. Es ist wirklich eine aufregende Zeit. Nach jeder Probe sind wir aufgeregt darüber. Das wird ein Spaß werden, sagt Thomas Temple.

- Paul Mann – der Dirigent der mit dem Concerto mit Deep Purple auf Tour gegangen ist und der ein guter, enger Freund von Jon ist – sagt immer wieder wie großartig wir klingen. Seine genauen Worte waren ‚wenn nur Purple euch jetzt hören könnten, sie würden es lieben’. Er sagte sogar über eines meiner Solos ‚Steve Morse wäre stolz.’ Ich meine, es gibt keine größere Ehre für mich.

Christopher Hartles:

- Ich denke wir sind extrem glücklich dass unsere erste Erfahrung mit einem Dirigenten ist mit Paul Mann. Wie Jon arbeitet er auf eine sehr nette Art. Er ist ruhig und angenehm die ganze zeit. Als er zum ersten Mal hereinkam, brachte er uns einfach dazu, das ganze Concerto mit uns und dem Orchester durchzuspielen, was extrem erschreckend war.

- Es war ein ziemlicher Moment. Wir hatten niemals zuvor als Band eine einzige Note mit einem Orchester gespielt, sagt Thomas Temple.

Grant Kilpatrick:

- Glücklicherweise brachte er uns dazu, uns entspannt mit der ganzen Sache zu fühlen.

Nervös vor der Showtime
Thomas Temple fasst seine Gefühle über die ganze Erfahrung zusammen.

- Wir alle sind einfach nur junge Musiker aus einem kleinen Land, und wir haben den allergrößten Respekt für Jon und seine Karriere. Es ist wirklich cool wie er sich dafür interessiert, mit uns zu spielen. Paul Mann sagte uns sogar dass ER darüber aufgeregt ist.

- Dies ist wahrhaftig eine der unglaublichsten Zeiten meines Lebens, und ich hoffe dass Leute das Konzert genießen. Wir haben niemals eine Show auf dieser Skala gemacht – noch mit einem Orchester – und wir alle sind begeistert und aufgeregt das zu spielen.

Grant Kilpatrick:

- Natürlich werden wir alle etwas nervös sein, aber wenn wir erst auf der Bühne sind, wird es gut sein. Wir haben eine menge Leute hinter uns. Die Ermunterung war sehr nett, und ich bin sicher all unsere Eltern und Geschwister sind sehr aufgeregt wegen der Show.

Christopher Hartles gibt ebenfalls etwas Nervosität zu, und Thomas Temple sagt:

- Genau jetzt werde ich etwas nervös wenn ich denke wie nahe es ist. Ich weiß nicht wie ich mich fühlen werde unmittelbar bevor wir auf die Bühne gehen, aber ich habe Vertrauen in die Band und ich weiß dass Jon uns richtig halten wird. Er hat es hunderte Male getan.

Christopher Hartles:

- Ich war in unserem College am Freitag und da ist eine Menge Gerede von Leuten die Fragen stellen über die Proben und Sachen stellen. Jedermann von unserem College kann das Konzert gratis sehen. Wir waren glücklich, die Chance zu erhalten dies zu tun und es ist nett dass jedermann sonst etwas zurück bekommt, sagt er.

Die Band:
Grant Barclay – Gesang (18)
Thomas Temple – Gitarre (19)
Grant Kilpatrick – Gitarre (19)
Fraser Mitchell – Keyboards (18)
Christopher Hartles – Saxophone (19)
Ryan Anderson – Bass (19)
Oscar Mannoni – Schlagzeug (24)

Montag, 5. Oktober – Usher Hall – bekommen Sie Tickets.
Jon Lord mit Studenten vom Stevenson College Edinburgh, The Royal Scottish Academy of Music and Drama und The City of Edinburgh Schulen.

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