
Atemberaubende Frische in Edinburgh
Oktober 8, 2009
‚Das Edinburgh Konzert war fantastisch, die Jugendlichen waren wirklich beeindruckend, sehr kompakt und offensichtlich genossen sie es ebenso sehr wie das Publikum.’
So schreibt David Fergusson auf Jon Lords Facebook Seite über das Konzert in der Edinburgh Usher Hall Montag Nacht.
Für diese Webseite berichtet Kevin Dixon eingehend über den Abend.
Das erste was mir auffiel war wie jung die Musiker aussahen. Die Royal Scottish Academy of Music and Art stellte das Orchester. Zum größten Teil aus den erstjährigen Neuzugängen bestehend, waren sie beinahe alle um 18 Jahre alt. Stevenson College Edinburgh stellte die Folkmusiker und die Rock Band. Diese Studenten waren 18-24 Jahre alt.
Der erste Teil des Abends war eine Auswahl von traditionellen schottischen Airs, Reels und Jigs. Unter der Leitung von Phil Cunningham spielte das Orchester zusammen mit traditionellen Folkmusikern ein lebhaftes Set das zum Mitwippen brachte. Es war wahrscheinlich genau das Richtige um die Musiker in den Geist des Abends zu entspannen.
Paul Mann übernahm nach der Unterbrechung den Dirigentenstab, und Jon stellte ‚sein Baby’ vor, einschließlich eines reizenden Tributes an den traurigerweise verstorbenen Tony Ashton. Und so begann die Reise, die das Concerto for Group and Orchestra ist.
Die geteilte Kadenz
Sofort konnte man den Enthusiasmus und das Vergnügen fühlen, die von der Bühne kamen. Da war Lächeln überall, und der Standard der Musik die gespielt wurde war außergewöhnlich.
Die Rock Band setzte ein und bewies dass sie ebenso auf einen hohen Standard der Musikalität war. Jon an der Hammond gesellte sich dazu und die Band fiel in diesen wundervoll funkigen Rhythmus der späten 60er. Mit zwei Gitarristen in der Band war es ziemlich interessant zu sehen wie sie die Solos zwischen sich aufteilten.
Die Kadenz war neu und wundervoll ausgedacht, sie endete mit den Gitarristen die zusammen harmonierten, Jon gesellte sich kurz hinzu, bevor das gesamte Ensemble das Movement mit einer glorreichen Fanfare beendete.
Der begeisterte Applaus schien einige im Orchester zu schockieren, beinahe als ob sie vergessen hätten dass überhaupt ein Publikum da war. Paul Mann schenkte ihnen allen nur sein strahlendstes Lächeln und das zweite Movement begann.
Vorzügliche stimmliche Leistung
Wie würde der 18jährige Grant Barclay mit dem Gesang fertigwerden? Mit unglaublicher Leichtigkeit, wie sich herausstellen sollte. Ein wirklich wundervoller Vortrag der Texte von 1999, er war exzellent.
Das dritte Movement und die Ehren gingen an Oscar Mannoni am Schlagzeug. Das Publikum jubelte, das Orchester drehte sich um, um zu sehen, Jon trat von der Hammond zurück für eine bessere Sicht, und sogar Paul Mann stand da mit offenem Mund.
Schnell kam das Concerto zu seinem Ende und die Halle sprang auf in Anerkennung. Die Band wurde zum Rand der Bühne gebracht für noch mehr wilden Applaus, und endlich begannen die Leute, die Bühne zu verlassen. Gerade als der erste Violinist sich erhob und sich verbeugte als ob er gehen wollte, kamen Jon und Paul zurück auf die Bühne.
Time for Child
Jon stellte ein Lied aus derselben Ära wie das Concerto vor und rief einen riesigen Jubel hervor als die wohlbekannten Eröffnungsklänge von Child In Time gespielt wurden. Nun kam die überwältigendste Version des Songs die ich seit Jahren gehört habe.
Zuerst kam der Gesang, und er war fantastisch. Er traf die Töne, er machte die Schreie und sah sehr erleichtert aus am Ende der ersten Strophe. Nun teilten die zwei Gitarristen wieder das Solo auf, und endeten mit Harmonien, wieder begleitet von Jon.
Die Orchestration dieser Version ist wundervoll, und fügt sich schön in den Song ein. Die zweite Strophe ist besser als die erste, und dieses Mal sind die Schreie genau so gut. Der Song kommt zu einem Abschluss, und der Jubel am Ende hat wahrscheinlich den Himmel erschüttert.
Paul Mann nahm das Mikrophon und pries den Song als die beste Version die er seit dem Original gehört hatte, und umarmte den Sänger. Jon dankte allen fürs Kommen und muss jedem auf der Bühne die Hand geschüttelt haben.
Hohes Lob des Dirigenten
Meiner Meinung nach war der Abend mehr als ein Erfolg. Die Musiker übertrafen sich wirklich selber, und gingen an das Concerto mit einer atemberaubenden Frische heran. Das Orchester war eine Offenbarung, hatten sie doch nur fünf Tage für die Proben, etwas das Paul Mann dazu veranlasste sie hoch zu loben.
Die Rock Band rockte wirklich, und harmonisierte trotzdem sehr gut mit dem Orchester. Und der Hammondorgelspieler zeigte sich der Situation gewachsen und schien wirklich eine Menge Spaß zu haben. Wie auch immer die Reklame ausgesehen haben mag, die wirklichen Stars heute Nacht waren die großartigen jungen Musiker, etwas von dem ich sicher bin dass Jon beipflichten würde.
Kev Dixon’
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