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Für Streicher zu schreiben kommt sehr natürlich

April 9, 2010

Gramophone Magazine interviewt Jon Lord über sein neues Album, To Notice Such Things:

Jon Lord
Der Rockmusiker der zu einem klassischen Komponisten wurde zu seinem jüngsten Album

Sie sind nicht länger neu in der klassischen Musik, nachdem Sie bereits einige Albums veröffentlicht haben. So wie die Suite Disguises ein Porträt von Sir Malcolm Arnold war, so ist dieses Letzte, To Notice Such Things, ebenfalls ein Porträt?

Von John Mortimer, ja. Er war ein sehr lieber Freund und ich spielte gewöhnlich in der wunderbaren Einmann-Show die er machte. Er starb letztes Jahr und da war eine Menge Wut und eine Menge Schmerz darüber, was mit ihm geschah. Ich war Zeuge davon, und einige dieser Emotionen sind, gemeinsam mit vielem Anderen, in dieser Musik offenkundig.

Finden Sie, dass eine Art von biographischer oder bildlicher Struktur in der Musik hilfreich ist?

Sie ist sehr hilfreich beim Komponieren. Es ist eine große Kunst, in der Lage zu sein einfach Musik zu schreiben und zu sehen wohin sie einen trägt, dieses Selbstvertrauen zu haben. Wenn man eine erzählerische Struktur hat, und präzise Bilder die man versucht in der Musik zu malen, gibt einem das wenigstens ein Gefühl davon wohin man geht und was man versucht zu erschaffen. Natürlich geben einem auch klassische Strukturen einiges von dieser Disziplin. Aber ich würde es lieben einfach nur zu schreiben und zu sehen was passiert.

Dies ist bereits eine Art von Abweichung, dies darin dass die Flöte stark aufscheint. War es ein Instrument das Sie erforschen wollten?

Tatsächlich ist Andrew Bernardi an mich herangetreten, für das Shipley Festival etwas für Flöte zu schreiben. Es klang nach einer wunderbaren Idee als er mit mir Anfang 2009 darüber sprach, und ich sagte es gäbe kein Problem, ein Stück für 2010 abzuliefern. Dann sagte er mir dass er es für das Sommerfestival 2009 brauchte! Ich dachte es könnte nicht rechtzeitig gemacht werden, aber die Tatsache dass ich ein Streichorchester verwendete, half. Für Streicher zu schreiben kommt sehr natürlich.

Was kommt als Nächstes?

Ich würde gerne aus meiner Komfort-Zone herausgehen, etwas komplett Neues versuchen. Vielleicht etwas das meine klassischen und Rock-Erfahrungen kombiniert, um etwas wirklich Interessantes zu erschaffen.

Die Besprechung zu Jon Lords neuem Album ist auf Seite 74

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