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BBC und die Australier mögen To Notice Such Things

Juli 20, 2010

Jon Lords neues Album, To Notice Such Things, fährt damit fort, wohlwollende Besprechungen von überall auf der Welt zu bekommen.

Sehen Sie unten eine vollständige Besprechung von Australiens Nationalzeitung, The Australian, und BBCs Music Mag.

Sehen Sie auch unsere Schwerpunktseite für To Notice Such Things.

Klassik
To Notice Such Things
Jon Lord mit den Royal Liverpool Philharmonic
Avie

WENIGE könnten vermutet haben dass Deep Purples Jon Lord letztendlich ruhige, pastorale Stücke für Orchester schreiben würde in der Tradition von Bax, Bridge und Vaughan Williams. Aber seit seinem Durham Concerto im Jahre 2007 hat der Ex-Heavy-Metal-Keyboarder seine Aufmerksamkeit zunehmend der klassischen Komposition zugewendet. Nicht dass das als totale Überraschung kommen sollte, denn lange zurück, 1969, enthüllte sein Concerto for Group and Orchestra, eines von Deep Purples ehrgeizigsten Unternehmen, sein starkes Talent als Schreiber für Orchester. Es ist ein bemerkenswert wehmütiger, nicht-ungestümer Lord dem man auf seiner neuesten Scheibe begegnet. Das Herzstück ist To Notice Such Things, eine Suite geschrieben zum Gedenken an den Drehbuchautor John Mortimer, für den Lord in der langlebigen Bühnenshow Mortimer’s Miscellany in den 1990ern Piano gespielt hat. Zarte Flötensoli und die warm harmonierenden Streicher und Piano machen dies ein gefühlvolles, weichherziges Porträt. Wie auch immer, die zwei besten Stücke sind erst einmal eine Instrumentalversion von Evening Song, von Lords 1998er Album Pictured Within. Es hat eine lieblich dahintreibende Stimmung und zeigt einfach nur, wie sehr er ein Meister der Harmonie ist. Sogar noch duftiger ist For Example, das dem ersten klassischen Komponisten huldigt, bei dem Lord Inspiration gefunden hat, Edvard Grieg. Lords kompositorische Stimme ist durchgehend bezaubernd attraktiv.
Graham Strahle

 

LORD
To Notice Such Things; Evening Song; For Example; Afterwards etc
Jon Lord (Piano), Cormac Henry (Flöte); Royal Liverpool PO/Clark Rundell
Avie AV 2190 54:25 min
BBC Music Direct  
₤13,99

Ex-Deep Purple Keyboard Zauberer Jon Lord war ein enger Freund des Anwalts, Autoren und Erzähler John Mortimer, und war viele Male Gast bei Mortimers gefeierten Ein-Mann-Show-Auftritten. Musik geschrieben für Mortimer’s Miscellany ist jetzt als To Notice Such Things aufgekeimt, einer Suite in sechs Sätzen für Flöte, Piano und Streicher, die des Lebens und des Charakters von Mortimer gedenkt.
Da gibt es, wenig überraschend, eine Menge Vielfalt, der ruhige Pastoralismus von Turville Heath (Mortimers Heim in den Chilterns) kontrastiert scharf mit den forschen, intellektuell behenden Pizzicatos von At Court, dessen geschäftig flatternde Flötenmelodie Mortimers berühmter Brillanz des Witzes und Schlagfertigkeit folgt. Da gibt es auch Schmerzlichkeit, in Winter of a Dormouse, die Flöte forschend melancholisch, dann leidenschaftlich trauernd als der alternde Sir John in Altersschwäche dahinschwindet.
Lords Schreiben ist durchgehend warm und melodisch stark, und während die Musik eher lose impressionistisch und illustrativ ist als symphonisch in der Struktur, erhält sie leicht und berührend das Interesse des Zuhörers während ihrer halbstündigen Dauer. Die Füller sind im Profil weniger zu erkennen, dennoch wiederum lyrisch im Ausdruck und sehr einfühlsam vorgetragen von Clark Rundell und dem Liverpool Orchestra.
Terry Blain

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