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Interview The Prague Post

Oktober 12, 2010

Klassik-Rocker versucht sich in der Klassik
Keyboarder von Deep Purple tut sich mit einem Orchester zusammen

Gepostet: 15. September 2010
Von Darrell Jónsson – Für die Post

Jon Lord – Der Deep Purple Star hat mit Klassik seit langer Zeit experimentiert

Beginnend mit Hitalben wie das 1970er In Rock und das 1972er Machine Head wurde Deep Purple beinahe ein Synonym für Hardrock.

Während das Kritikerecho auf das Concerto for Group and Orchestra von Jon Lord, dem Keyboarder von Deep Purple, so wie es 1969 in der Royal Albert Hall und 1970 in der Hollywood Bowl aufgeführt wurde, weitaus gemischter war als auf die nachfolgenden Alben, verlor Lord niemals seinen klassischen Traum.

Über die nachfolgenden Dekaden fuhr Lord mit seinen klassischen Experimenten fort, einschließlich einer Spritztour in den Barock in den späten 1970ern mit dem Album Sarabande und einem idyllischen Soundtrack den er mit Alfred Ralston gemeinsam komponierte und der „The Country Diary of an Edwardian Lady“ heißt.

Mit To Notice Such Things von 2010, das nach seiner Veröffentlichung im Frühling schnell auf Platz vier in den englischen Klassik-Charts kam, ist es klar dass Lords Beharrlichkeit, auf dem Vermächtnis von britischen Komponisten wie Purcell, Elgar und Vaughan aufzubauen, und gleichzeitig ein Pedal im Metal zu halten, ebenso populär wie interessant ist.

„Ich kaufte Bernstein Plays Brubeck Plays Bernstein mit dem Dave Brubeck Quartet das mit den New York Philharmonikern spielte, und liebte es,“ erzählte Lord der Prag Post aus seinem Heim in Oxfordshire über ein Projekt in den frühen 1960ern in Richtung Klassik-Fusion.  „Es funktionierte nicht alles, aber ich war davon gefangen. Als ich erst ein professioneller Musiker wurde und begann, Musiktheorie und Orchestrierung zu studieren, dachte ich immer ‚Eines Tages.‘ „.

Dieser Tag sollte im April 1969 kommen.

„Mein Manager fragte mich, ‚Ist es dir ernst mit der Idee für eine Band und ein Orchester?‘ Und ich sagte, ‚Sicher.‘ Und er sagte, ‚Nun, du fängst besser an zu arbeiten, weil ich die Albert Hall und das Royal Philharmonic Orchestra für September gebucht habe,‘ “ erinnert sich Lord.

Seit 2003 und von London bis Brasilien wurde Lords überarbeitetes Concerto von Zuhöreren überall in der Welt gut aufgenommen. Am 21. September wird Lords Concerto for Group and Orchestra seine Premiere mit dem ungarischen Györ Philharmonic Orchestra haben. Das Ereignis verspricht, Konzertgängern die Chance zu bieten, den zunehmenden Fortschritt in Lords Klassik-Rock-Fusion zu genießen. Nicht nur haben sich Lords Fähigkeiten in Komposition und Orchestrierung verbessert, sondern, wie er sagt, „Heutzutage sind Orchester mehr offen dafür, diese Art von Dingen zu spielen, als sie es 1969 waren.“

Ob es die Überarbeitung des Concertos ist, die Präsentation von neuen originalen Klassik-Werken, oder das Ausgraben von Rock-Kostbarkeiten aus der Vergangenheit, Lord gibt zu dass es da Fallen gibt, die zu vermeiden sind.

„Ich mag es nicht, das Orchester als Hintergrund-Gruppe zu verwenden. Ich mag es, das Orchester als lebende, volle Entität bei allem was ich tue zu verwenden. Es ist manchmal schwierig für mich, den richtigen Weg zu finden, einen Deep Purple Song mit einem Orchester zu präsentieren, also arbeite ich sehr hart daran, dass es nicht so aussieht als ob das Orchester ersetzt werden könnte, zum Beispiel durch einen gigantischen Synthesizer.“

Jon Lord wird ebenso begleitet von der ungarischen Heavy Metal Band Cry Free.

„Ich habe mit ihnen sechs oder sieben Male bei der Aufführung des Concertos gearbeitet – in Ungarn, Russland und Wien,“ sagte Lord. „Purple ist eine ihrer Leidenschaften, und sie verstehen das Concerto und was ich von ihm will.“

Puristen werden den Mix aus klassischen und Hardrock-Einflüssen meiden, aber, wie einer der Kritiker im Begleitheft zur 1999 Wiederveröffentlichung von Lords Sarabande schloss:

„Es ist einfach gottverdammt spaßige Musik.“

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